Cowboystiefel
Cowboystiefel – wer kennt sie nicht? In allen guten und weniger guten Westernfilmen sind sie ein absolutes Muss zur Cowboykluft! Ursprünglich sahen Cowboystiefel jedoch ganz anders aus, als man sie aus Hollywoodstreifen, wie „Spiel mir das Lied von Tod“ kennt.
Die Stiefel waren anfangs vor allem funktional konzipiert. Das dicke Ledermaterial und der kniehohe Schaft sollten in der weiten Prärie vor Pferdetritten und Schlangenbissen schützen, genauso wie eine dicke und noch flache Sohle, die auch Halt im Steigbügel geben sollte.
Diese ursprüngliche Form der Cowboystiefel änderte sich, als sich wenig später die Form der Steigbügel änderte. Waren diese anfangs noch sehr breit und somit einfach zum einsteigen, wurden die Steigbügel immer schmäler und es wurde immer schwieriger die Cowboystiefel in den Steigbügel zu stellen. Deshalb wurden Cowboystiefel immer spitzer zulaufend. So konnten sich die Cowboys ohne Probleme in den Sattel schwingen. Außerdem trug man Cowboystiefel nun mit Absatz, damit der Halt im Steigbügel noch besser wurde.
Zu einer Modeerscheinung und nicht mehr reinen Arbeitsbekleidung wurden Cowboystiefel dann gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als man begann zur weiteren Stabilisierung mehrere Ledersorten zu vernähen und so wunderschöne Muster entstanden.
Seitdem ist der Siegeszug der Cowboystiefel nicht mehr aufzuhalten. Als in den goldenen 20er Jahren Hollywood den Mythos „Cowboy“ für sich entdeckte, gehörten natürlich auch die traditionellen Cowboystiefel zum Outfit. Sie wurden durch Hollywood noch alltagstauglicher und bunter gestaltet und so entdeckte auch die Modewelt diese tollen Boots für sich. Mittlerweile kann jeder Cowboystiefel tragen!
Ob Frau oder Mann, jung oder alt. Besonders feminin wirken Boots mit kurzem Schaft und Nietenapplikationen oder Lederfransen. Am besten sehen Cowboyboots dabei immer noch zur Bluejeans aus! So zaubert man ganz einfach einen Hauch von Freiheit und Abenteuer der Cowboys ins Outfit.